Nichtraucherschutz

Die erbittert geführte Diskussion um den Nichtraucherschutz
veranlasst mich einige Gedanken zu diesem Thema zu Papier Blog zu bringen:

Im jetzigen Stadium der Entwicklung kann es meines Erachtens
eigentlich nur noch darum gehen, an praktischen Lösungen für alle Betroffenen zu arbeiten. Verschärfte Gesetze zum Nichtraucherschutz werden nicht mehr aufzuhalten sein. Und mit jedem weiteren Tag der Diskussion wird sich auch mehr und mehr jene schweigende Masse zu Wort melden, die sich bisher irgendwie mit dem Thema Rauchen arrangiert hat. Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass das zumeist Befürworter des Nichtraucherschutzes sein werden.

Zur Erläuterung: Ich war noch nie Zigarettenraucher, genieße aber 3 bis 4 Mal im Jahr eine gute Zigarre meist als „Digestif“ in Verbindung mit einem starken Kaffee und einem edlen Cognac. Ich würde mich als toleranten Nichtraucher bezeichnen, der es ohne Murren in Kauf nimmt, in Gesellschaft rauchender Mitmenschen zu sein, wenn es die Situation ergibt.

Ich gehe ganz gerne in eine Kneipe von der ich weiß, dass ich dort viele nette Leute treffe. Wir können lachen, dummes Zeug reden oder ein Spielchen machen. Was mich von häufigeren Besuchen mehr und mehr abgehalten hat ist die Tatsache, dass bereits ein 20-minütiger Aufenthalt in der Kneipe meine gesamte Kleidung bis auf die Unterwäsche zu Räucherwaren macht. Auch mein Schnauzbart würde stundenlang nach Nikotin riechen, wenn ich ihn nicht gleich einer Wäsche unterzöge. Letztlich bedeutet das, dass man seinen Kneipenbesuch auch davon abhängig machen muss, was man anschließend noch vor hat. Ein wichtiger geschäftlicher oder privater Termin kann schnell unangenehm werden, wenn man stinkt als wäre man ein wandelnder Aschenbecher. So gesehen ist mein „Konsumentenverhalten“ für gastronomische Betriebe geschäftsschädigend, weil
ich nette Leute nur in Verbindung mit stinkenden Klamotten treffen kann und dies immer seltener möglich ist. Abgesehen davon ist auch die Aussicht direkt nach einem Kneipenbesuch zu Hause eine Prozedur aus komplettem Garderobenwechsel, Ganzkörperpflege, Klamottenlüften (Meine Frau besteht sogar darauf meine Schuhe auf den Balkon zu stellen, weil der Korridor sonst stinke.) vornehmen zu müssen, der Entscheidung für einen Kneipenbesuch nicht zuträglich.
Eine zeitlang habe ich unmittelbar nach dem Besuch einer Sauna einen Schlenker
in die Kneipe eingebaut. Eben noch roch man nach Sandelholz, kurze Zeit später…. Das war ist frustrierend.

Was ich damit sagen will: Es besteht jetzt die Chance für völlig neue Überlegungen und wenn erst einmal der Frust mancher eingefleischter „Tabakkonservativer“ verraucht ist, deuten sich die Lichtblicke für zukünftige Geschäftsmöglichkeiten fast zwangsläufig an. Ich zumindest sehe die Gastronomiewelt nicht untergehen, im Gegenteil: Die Chancen für neue Konzepte  steigen. Die Risiken für allzu lange mit dem
Schicksal hadernde Kollegen wachsen im gleichen Maße.

Die Silvio Gesell Tagungsstätte ist immer schon ein Nichtraucherhaus, nicht vergleichbar mit einem herkömmlichen Gastronomiebetrieb, aber dennoch ein Beispiel, wie sich Raucher und Nichtraucher auch bei ausgelassenen privaten Festen auf angenehme Art arrangieren können ohne das „Gesicht zu verlieren“. Unsere herrliche Waldterrasse ist ganzjährig nutzbar und die ausgestoßenen Schadstoffe wandelt der Wald in sauberen Sauerstoff um. Ein Kreislauf der besonderen Art.


Bild von Atomaffe gefunden bei flickr

 

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