Wirtschaft leicht gemacht

Mein Name ist Mirabelle.
Freunde dürfen mich „Mira“ nennen, obwohl ich meinen ganzen Namen bezaubernd finde. Dieses Wochenende habe ich meine Eltern zu einem Seminar nach Wuppertal überredet. Jetzt, im Nachhinein, bin ich sehr froh, dass mir das gelungen ist. Wir haben alle sehr viel über Wirtschaft erfahren. Genauer gesagt, welche Auswirkungen das Geld in unserer Wirtschaft und auf jeden einzelnen Menschen hat. Ich konnte es mir eigentlich nicht vorstellen, aber Wirtschaft ist für jeden verstehbar. Ich frage mich nach diesem Wochenende, warum die meisten Menschen glauben, Wirtschaft sei nur etwas für Experten oder sogenannte Wirtschaftsweisen.
Zum Glück habe ich ganz liebe Eltern, aber wenn ich überlege, was die „Weisen“ uns manchmal weiß machen wollen, dann meine ich die können eigentlich keine Eltern haben. Wahrscheinlich sind es Waisen. Einerseits bedauerlich, andererseits: Warum machen wir uns in Wirtschaftsfragen so abhängig von ihnen und versuchen nicht selbst zu denken?
Der Seminarleiter Klaus Popp hat uns die Materie auf eine sehr einleuchtende Art näher gebracht. Helmut Creutz, ein berühmter Buchautor und Forscher in Geldfragen, hat einen waaaahnsinnig spannenden Vortrag gehalten. Ich habe so ehrfürchtig zugehört, dass ich dabei ganz und gar vergaß, mich regelmäßig um die Einnahme meiner Mahlzeiten zu kümmern. Mama hat mich aber bestens versorgt.
Für die Versorgung der Anderen sprang da noch ein großer Mann mit einem Bart herum, wie ich ihn normalerweise nur aus bayerischen Biergärten kenne. Er war ganz okay. Er macht auch eine tolle Zeitschrift, die „HUMANWIRTSCHAFT“. Ich habe mir schon einmal die Bilder darin angeschaut, demnächst lasse ich sie mir aber auch vorlesen, denn in der Zeitschrift schreiben regelmäßig Menschen, die einem Wirtschaft richtig erklären können und nicht, wie die armen Waisen.
Die wichtigste Erkenntnis dieses tollen Seminarwochenendes?
Wenn ich einen großen Löffel Zucker in meine Tasse warme Milch gebe, dann wird die ganze Milch süß. Genau so ist es mit dem Geld: Wenn ich schlechtes Geld in die Wirtschaft gebe, dann wird die ganze Wirtschaft schlecht, mit allen Menschen und allen Unternehmen. Einzelne können sich der süßen Milch, äh der schlechten Wirtschaft, nicht entziehen, wenn sie nicht verhungern wollen. Also müssen sie süße Milch trinken, bis sie weiß äh weise (oder doch Waise?) werden. Wenn wir wollen, dass Menschen wieder ihre ethischen und moralischen Vorstellungen, ohne Nachteile erleiden zu müssen, leben dürfen, dann brauchen wir ein Geld, das neutral ist. Wir müssen ein gutes Geld in die Wirtschaft geben. Ein Geld, das den Menschen zum Mittelpunkt der Wirtschaft macht und seine Bedürfnisse und die einer intakten Natur zum Maß aller Dinge. Ich bin dafür, dass wir eine Milch haben, die es jedem erlaubt, sie nach seinen Vorstellungen zu würzen. Wäre das nicht toll?
Also ich für meinen Teil werde mir in Zukunft dieses wichtige Thema nicht mehr von den Waisen weiß machen lassen. Ich kümmere mich selbst darum, denn schließlich geht es ja um meine Zukunft und die meiner 7 Monate alten Altersgenossen.
Ich kann Euch nur raten, die tollen Seminare zur Geldreform in der Silvio Gesell Tagungsstätte in Wuppertal zu besuchen. Bis dahin könnt Ihr aber auch selbst auf „Entdeckungsreise“ gehen und den Links folgen, die ich in diesem Beitrag gesetzt habe.
Bis bald. Eure Mirabelle

Schreibe einen Kommentar